Als der Tierparkförderverein Limbach-Oberfrohna e.V. (TP-FV) im Jahre 1992 gegründet wurde, hatten die Gründer den Wunsch, der Stadtverwaltung als Bürgerinitiative helfend zur Seite zu stehen, den Tierpark in Limbach-Oberfrohna zu unterhalten und weiter zu entwickeln.
Ohne die Gedanken der Gründungsväter heute genau zu kennen, war diese Initiative sicher Ausdruck der Aufbruchsstimmung in der Bevölkerung nach der politischen Wende, selbst mit Hand anzulegen bei der Gestaltung des öffentlichen Lebens.
Mit Hilfe des TP-FV unter der verdienstvollen Führung des damaligen, leider viel zu früh verstorbenen Vereinsvorsitzenden Wolfgang Martin war vor allem der Bau des kleinen Bauernhofes mit Streicheltieren und des Hauses für Nandus und Alpakas möglich geworden.
Seit 2010 gibt es für den Tierpark in Limbach-Oberfrohna nun einen Entwicklungsplan, der unter Federführung des TP-FV erstellt worden ist und der gemeinsam von Stadt und Förderverein umgesetzt wird. Mit der Ausrichtung auf ein Thema, das Thema Amerika, wollen wir uns auf einen Kontinent konzentrieren, um einerseits die vorhandenen Mittel effektiver einzusetzen, andererseits den Tierpark im Sinne eines Alleinstellungsmerkmals von ähnlichen Einrichtungen in der Umgebung abzugrenzen.
Der Doppelkontinent Amerika erscheint dafür besonders geeignet, weil wir auch hier eine große Artenvielfalt vorfinden und selbst ein kleiner Tierpark den Haltungsansprüchen dieser meist wenig anspruchsvollen Arten gerecht werden kann. Zielstellung ist es, naturnahe Anlagen zu gestalten, in denen sich Tiere und Besucher wohl fühlen. „Klein, aber fein“ ist die Devise, und die Resonanz der Besucher spricht dafür, dass wir auf diesem Wege gut vorangekommen sind. „Flamingoland“ und „Pinguinland“ sind Anlagen auf modernstem Stand der Tiergärtnerei, und sie können Vergleichen selbst mit solchen in größeren Zoos standhalten. Sie finden bei den Besuchern höchste Anerkennung.
Bestandteil des Planes ist auch die Tierparkschule, die bereits 2011 vom TP-FV der Stadt übergeben und 2016 um ein weiteres Klassenzimmer erweitert worden ist. Sie wird von Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich unterhalten. Mit dieser Bildungseinrichtung und den öffentlichen Veranstaltungen, die der Verein regelmäßig durchführt, wollen wir viele Bürger unserer Stadt mitnehmen auf den weiteren Weg des Amerika-Tierparks und dabei biologisches Wissen vermitteln sowie für den Artenschutz sensibilisieren.
Mit der Umsetzung des Entwicklungsplanes haben Tierpark und Verein eine neue Dimension erreicht. Unserem Verein gehören heute 155 Mitglieder an (23 waren es im Jahre 2009), und es sind professionelle Strukturen entwickelt worden. Die Besucherzahlen von über 85.000 im Jahre 2016 haben sich im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre zuvor verdoppelt. Ohne Zweifel auch ein Verdienst des TP-FV! Diese Erfolge sind natürlich nur im Team zu erzielen. Mehr als die Hälfte der Mitglieder hat sich bisher aktiv in die Vereinsaktivitäten eingebracht!