Tierparkgeschichten

Hier finden Sie Geschichten rund um unsere Tiere
 

Kein Schwein schaut uns an…

… dafür aber zwei Schwarzhalsschwäne. ER – ein gestandener und wehrhafter
Schwanenmann und SIE – ein noch sehr junges „Fräulein“. Man kann es an dem
noch nicht voll ausgebildeten Schnabelwulst erkennen.

Selbst wenn wir die beiden Schwarzhalsschwäne kurz außer Acht lassen – schaut in unserer Anlage überhaupt kein Schwein ein anderes an. Wie – diesen Satz versteht ihr nicht? Na, dann will ich ihn erklären: Wir nennen uns lieber Capybaras. Das heißt in der Sprache der heute noch lebenden indigenen Volksgruppe der Guaraní so viel wie „Herr des Grases“. Die Bezeichnung WasserSCHWEIN hängt mit unserer Namensgebung durch die ersten europäischen Siedler Ende des 15. Jahrhunderts zusammen. Sie kannten keine Nager so großen Ausmaßes. Und flugs – hießen wir PUERCO DE AQUA. Wörtlich ins Deutsche übersetzt heißt das wirklich WASSERSCHWEIN. Oft werden wir auch „Riesen-Meerschwein“ gerufen. Darüber schmunzeln wir nur, denn wir Kolosse gehören wirklich mit den kleinen Tierchen, die ihr alle so liebt, zur gleichen Familie. Beide werden wir den Nagetieren zugeordnet. Wisst Ihr eigentlich, wie die Meerschweinchen zu ihrem Namen gekommen sind? Als die ersten Seefahrer die kleinen Tierchen über das Meer mitbrachten und diese quiekten wie die Schweinchen, hatten sie ihren Namen weg!
Moderne Wissenschaftler haben uns umbenannt in Hydrochoerus hydrochaeris. Von HYDRO = Wasser habt ihr bestimmt schon gehört. Das ist das Gleiche wie AQUA. Aber seitdem wir keine Schweine mehr sind, fühlen wir uns glücklich. Wir leben in kleinen Gruppen zusammen und sind selten grob zueinander. Wir lieben und brauchen immer Wasser um uns. Das dient v. a. unserer Sicherheit. Wenn ihr meinen Kopf betrachtet, erkennt ihr vom Nasenloch über das Auge bis zum Ohr eine gedachte Linie. Das hat die Natur extra so für uns „konstruiert“. Warum?
Ganz einfach: Damit wir vor unseren Feinden ganz fix weggaloppieren und uns im Wasser vor ihnen verstecken können ohne zu ertrinken. Dabei können wir unsere Nasenlöcher verschließen. Mit Augen und Ohren können wir über, aber auch bis zu 5 Minuten unter Wasser bleiben.
Zwei interessante Fakten über uns solltet ihr noch kennen lernen, ohne uns verächt-
lich als Schweine zu betiteln. Wir verzehren regelmäßig unsere „rückwärtigen“ Ausscheidungen. Das mag eigenartig anmuten, hängt aber mit der Verdauung zusammen und ist daher für uns lebenswichtig.

Unser Herr Schwarzhalsschwan war ja Witwer – seine „Neue“ hat seine „flügel-schlagenden Argumente zur Begrüßung“ sicher nicht sofort verstanden. Das war nicht gentlemanlike. Inzwischen schnappen sich beide aber gemeinsam das von den Tierpflegern gereichte Futter. Noch lieber ernähren sie sich aber von Wasserpflanzen und Algen.
Wenn aus dem Schwanenfräulein eine Frau geworden ist, hoffen alle – auch wir – auf süße Schwanenküken, die nach ca. 5 Wochen Brutzeit aus einem Gelege von 3 bis 8 Eiern schlüpfen könnten.

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Eine WG zum Schmunzeln

Wir, das sind Sikari und Django vom „Urson-Clan“ und die flinken Schwarzschwanz-Präriehunde, die zu den Hörnchen gehören und nur wegen ihrer „bellenden“ Lautäußerung als „Hunde“ bezeichnet werden. Wir bilden eine Wohngemeinschaft und haben uns sogar beim Fressen gern.
Viele Besucher halten uns für „komische“ Stachelschweine. Na ja…! Ganz unrecht haben sie zwar nicht, denn beide sind wir Nager und den Stachelschweinverwandten zugeordnet. Aber ansonsten… Habt ihr schon einmal ein Stachelschwein auf dem Baum liegend gesehen? Wir schauen uns das Getümmel im Tierpark oft von hier oben aus an. Falls wir schauen… Es lässt sich nämlich auch schlafend oder zumindest ruhend oder dösend gut auf diesen extra für uns aufgestellten Baumstämmen aushalten. Dann haben unsere Mitbewohner das Bodenareal ganz für sich allein.

Wobei – wir stören uns eigentlich gar nicht. Nicht einmal Futterneid gibt es zwischen uns. Es macht uns nichts aus, gemeinsam aus einem Napf zu fressen. Nur mit der Etikette haut es nicht immer hin. Die kleinen Kerlchen sind beim Fressen manchmal ganz schön aufdringlich. Im Prinzip steht das Gleiche auf unserem gemeinsamen Speiseplan: Obst und Gemüse. Wir Großen verschmähen auch Blätter von Bäumen oder vom Rosenstrauch nicht. Für die Kleinen sind Knäckebrot oder ein Stück vom harten Brötchen Leckerbissen.
Das, was für uns Baumstachler die obere Etage spannend macht, ist für die Präriehunde die Höhle unter der Erde. Sie halten keinen Winter-schlaf, lediglich eine Winterruhe, die sie auch gelegentlich noch unterbrechen. Ihr Bau ist übrigens ein klug „ausgedachtes“ Meisterwerk, das aus einem Tunnelsystem mit ausgebauten Kammern und ausreichender Luftzufuhr besteht.
Wir Baumstachler brauchen nichts zu bauen. Das hat die Natur bereits für uns erledigt. Wir können mithilfe unserer Kletterfüße recht gut in unser Wohngebiet, die Bäume, gelangen. In Baum-oder Felshöhlen werden sogar unsere Jungen geboren. Diese sind nach der Geburt wie die der Meerschweinchen, mit denen wir Ursons entfernt verwandt sind, bereits voll entwickelt, können sehr zeitig klettern und fallen dadurch ihren Fressfeinden nicht so schnell zum Opfer. Sollten wir uns im Gelände verteidigen müssen, tun wir das mit ziemlich schmerzhaften „Waffen“. Wir haben bis zu 30000 Stacheln, die alle mit Widerhaken versehen sind. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie schmerzhaft die Entfernung derselben sein kann. Dabei können die Widerhaken abbrechen und im Körper eines Angreifers verbleiben. So „niedlich“ ihr uns möglicherweise findet – in Nordamerika sind wir als Forstschädlinge nicht unbedingt erwünscht.

HB für den TP-Förderverein
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Eleganz pur… Kubaflamingos

Vor über einem halben Jahrhundert wurden die Beine von Dolores besungen. Namen haben meine Flamingofreunde keine – aber BEINE…Da kann man nur staunen. Macht einmal den Versuch, alle auf dem Foto sichtbaren Beine zu zählen, sie gar den dazugehörigen Körpern zuzuordnen und bestenfalls auch noch die Hälse… Eine schier unlösbare Aufgabe! Aber einen Versuch ist es wert, oder?

Wie ihr seht, stehen wir bequem auf einem Bein ohne zu zucken. Probiert das doch auch unmittelbar neben dem Eingang zu unserem Flamingoland auf dem Gerät aus. Wer kann länger ruhig stehen – Flamingo oder Mensch? Wir kennen die Antwort. So leid es uns tut, aber ihr Menschen könnt gar nicht gegen uns gewinnen. Das liegt an der unterschiedlichen Anatomie. Wenn wir einbeinig stehen, liegt unser Körper-schwerpunkt genau über dem Fuß und vor dem Knie, wobei Hüfte und Knie im Körper „versteckt“ sind. Bei euch Menschen ist das anders. Ihr müsst den Schwer-punkt ausbalancieren und deshalb „zappelt“ ihr meist hin und her.

Aber auch wir stehen nicht nur, sondern sind wahre Bewegungskünstler – wir können uns „verknotet“ oder in voller Schönheit zeigen. Und das in leuchtend kräftigem Orange, schwarz „eingesäumt.“ Diese auffällige Farbe ist genbedingt und wird sowohl in unserer Heimat als auch hier mit der Nahrungsaufnahme unterstützt. Da im „Flamingoland-See“ nicht genügend kleine Krebse leben, wird uns hier Karotin zugegeben, ohne das wir „ausbleichen“ würden. Mit unseren nach unten gebogenen
Schnäbeln „schaufeln“ wir kopfüber durchweichte Pellets, Weizen und Bachflohkrebse, die wir von unseren Pflegern bekommen, aus den Trögen oder direkt aus dem Wasser. Die ungenutzte Flüssigkeit gelangt durch so genannte Lamellen an den Schnabelrändern wie durch einen Filter zurück ins Wasser.

2018 war für uns alle ein glückliches Jahr, denn wir konnten unsere Kolonie vergrößern. Wir trugen jede Menge Erde zu Brutkegeln auf. Pro Nest ein Ei – und nach ca. einem Monat Brutzeit hatten wir drei Kinder.
Diese wollten unablässig gefüttert werden. Das geschieht mittels einer
nahrhaften blutähnlichen Flüssigkeit, die in der Speiseröhre der Eltern
gebildet wird und als Kropfmilch direkt in die Schnäbel des Nachwuchses wandert. Am Brut- und Aufzuchtgeschehen beteiligen sich beide Eltern.



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Rotluchse

Eine ideale Familie

Oh ja, das sind wir! Ich bin Dara, gemeinsam mit meinem Kuder (Kater) Pepe und unseren vorjährigen beiden Mädchen. Es sind zwei, auch wenn ihr hier nur eins seht. Inzwischen sind beide fast 1 Jahr alt und bald reif für ihren neuen Zoo in der Eifel.

Als Pepe am 25. April 2015 sein hübsches Passfoto aufnehmen ließ, kannte er mich noch gar nicht. Ich lebte bis zum 10. November 2015 im Zoo Pilsen in der Tschechischen Republik. Und Pepe teilte sich sein Gehege in „Klein-Arizona“ mit seiner Schwester. Familienbande ist prima, aber irgendwann sollte man auch eine Partnerin kennen lernen dürfen. Das war ich, Dara. Pepes Schwester wurde nach Pilsen gebracht. Er blieb – ich kam – und er sollte mich erobern. Ich habe es ihm aber gar nicht so leicht gemacht. Meine Tatze saß recht locker, wenn er sich mir näherte oder mir mein Liegebrett wegschnappen wollte. Und wie ihr seht, habe ich ihm auch schon die Zunge rausgestreckt, wenn auch nur ein klein wenig. Gar so frech wollte ich auch nicht sein.
Normalerweise sind wir Luchse – egal, welcher der 4 Arten wir angehören – Einzelgänger. Ihr könnt es aber sicher nachfühlen: diesem bildhübschen Kater mit seinem herrlichen Backenbart konnte ich später einfach nicht widerstehen. Es liegt in unserer Natur, dass im Februar/März „Luchshochzeit“ gefeiert wird. Ja und dann dauerte es noch rund 65 Tage und am 29. Mai 2016 war unser erster Wurf auf der Welt: 3 Katerchen mit geschlossenen Augen, eng an mich geschmiegt.
Alle 3 entwickelten sich prächtig. In der letzten Juli-Woche wurde während ihres ersten Tierarztbesuchs sichtbar, dass sie zwar wie niedliche Kätzchen aussehen, aber mit ihren Zähnen und Krallen bewiesen sie, dass sie wehrhafter Raubtiere sind. Das Impfen ist wie bei euch Menschen auch eine sehr wichtige, dennoch unangenehme Angelegenheit. Bei uns Tieren kommt noch das Setzen eines Chips zur Identifizierung hinzu. Ihr tragt einen Personalausweis bei euch.
Am 21. September 2016 stand eine Hobby-Fotografin in unserem Gehege. Vor Schreck wäre eines unserer Kinder am liebsten rückwärts den „Felsen“ hochgeklettert, weil ihm das letzte Fangerlebnis noch im Kopf herumspukte. Dabei wollte sie uns nur ablichten.

2018 musste unsere Familie einen herben Verlust hinnehmen:
Unser Nachwuchs hat leider nicht überlebt. Alle um uns herum waren sehr traurig.

Ihr wollt sicher noch wissen, wie es uns heute geht. Einwandfrei!
Pepe und ich sorgen gut für unsere beiden Ende Juli 2019 geborenen Mädchen. Sie spielen, springen, klettern, lauschen, verstecken sich, fressen und schlafen. Normalerweise sind wir nachts aktiv, aber solange wir Eltern auf unsere Kinder aufpassen müssen, seht ihr uns zu jeder Zeit hin und her laufen. Wenn kein Nachwuchs zu betreuen ist, dösen wir auch tagsüber meist auf unseren erhöht angebrachten „Sofas“.

Ach so! Wundert euch nicht, wenn an unserer Futterstelle tote Tiere liegen. Wir haben sie zum Fressen gern: z.B.: Küken oder Ratten. Schaut einfach mal genau hin.

Text und Fotos: Tierparkförderverein
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Tierparkgeschichten Pinguine

 

„Corona“ wollte uns ausbremsen – die „Vogelgrippe“ hatte es kurzzeitig geschafft, aber wir haben trotzdem gewonnen…
Wir waren schon immer grippefrei, sind aber nun extra noch krippentauglich. Unsere große Schwester vom letzten Jahr hat 4 Spielgefährten dazu bekommen. Selina und Alex, Stella und Gunter, Ronja und Eddi sowie Sophie und Uwe sind vor kurzem Eltern geworden. Sie haben wie das Paar Helga und Franz den gleichen „Familiennamen“: Humboldt-Pinguin.
Mit unseren Gefährten bewohnen wir hier im Tierpark eine schicke Anlage in einem eigens nach uns allen benannten Gebiet: PINGUINLAND. Als es gegründet wurde, gab es viel Platz zum Schwimmen und durchs Wasser Jagen für nur 6 männliche und ein weibliches Tier. Nun sind wir 21: Luzy, Hanna, Helga, Sophie, Stella, Ronja, Selina, Gudrun, Uwe, Gunter, Thomas, Franz, Ronny, Dieter, Eddi, Alex und 5 Krippenkinder. Noch sind sie namenlos.
Wichtiger als unsere Namen ist unsere Geschichte. Ihr müsst wissen: von jedem Tier (jeder Pflanze), das irgendwo erspäht wurde, gibt es eine wissenschaftliche Beschreibung. Meist ist auch bekannt, wer das Tier erstmals beschrieben hat. In unserem Fall war das der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt. Er fand unsere Vorfahren an den Pazifikküsten Südamerikas (Peru, Chile) während seiner Expedition durch Amerika von 1799 bis 1804. 30 Jahre später kamen wir groß heraus. Ein junger Professor namens Meyen verpasste uns besagte wissenschaftliche Bezeichnung. Seitdem tragen wir den stolzen Namen Humboldt-Pinguin. Unsere Vornamen erkennt ihr an den kleinen Schildern, die unsere Flügel umspannen. Ihr müsst keine Angst haben – das tut nicht weh. Aber die Besucher freuen sich, wenn sie genau wissen, wer wir sind. Andere Unterscheidungsmerkmale gibt es zwar auch, aber für Laien ist das nicht so einfach. Man müsste die Anordnung der Punkte auf den weißen Federn auswendig lernen….

Federn ist das Stichwort. Wir sind Vögel, die zwar nicht fliegen, uns dennoch pfeilschnell fortbewegen können. In einer „Tempo-30-Zone“ würden wir möglicherweise „geblitzt“. Gut, dass diese Geräte nicht unter Wasser stehen! Dafür finden wir normalerweise dort unsere Nahrung. Hier im Tierpark werden wir bedient. 10.00 und 15.00 Uhr bekommen wir lecke-ren Fisch. Darin versteckt ist eine Vitamin-Tablette, die wir zur Gesunderhaltung schlucken müssen. Apropos Gesundheit – unser Federkleid besteht aus 2 Schichten: quasi der „Unterrock“ sorgt dafür, dass wir nicht frieren, der schmucke „Frack“ schützt uns vor Wind und natürlich davor, dass wir bis auf die Haut nass werden.
Falls ihr uns auch ab Mai im Tierpark besucht, habt
ihr leider unser paarweises Kuscheln verpasst. Es
könnte aber sein, dass sich die bisher kinderlosen
Familienmitglieder lieber im Herbst näherkommen.
Die meisten von uns sind inzwischen alt genug!
Wir dürfen das! Eigentlich sollen wir sogar für Nach-
wuchs sorgen, denn unsere Art muss geschützt
werden, weil unser Fortbestand in der Natur gefähr-
det ist. Ein Paar bebrütet 1 – 2 Eier und wenn es gut
gegangen ist, kann man nach rund 40 Tagen ein
leises Piepsen hören, nach 2 Monaten einen
neugierigen Pinguin im Daunenkleid sehen und sich
einfach über jedes gesunde neue Tier freuen.

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Tierparkgeschichten Pinguine
 
 

Gestatten, Mähnenwolf

Ich bin quasi ein Weihnachtsgeschenk, allerdings nicht ganz allein. Mit meinem Bruder gemeinsam kam ich am 20. Dezember 2019, in je einer Transportkiste verpackt, im Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna an. Unsere Reise begann im Zoologischen Garten Warschau, in dem meine Eltern und seit mehreren Jahren meine Verwandten leben. Einige von ihnen bewohnen jetzt auch Gehege in anderen Zoos. Z. B. sind 3 meiner Vorgänger seit September 2016 im Tierpark Neumünster ansässig. Ja, und wir beide beschnuppern jetzt eben bei euch unsere neue Heimat. Es ist recht schön hier. Wir bekamen ein völlig neu errichtetes Gehege mit beheiztem Haus. Da steckt allerhand Arbeit drin. „Dziękuję bardzo!” Da wir nun schon ein wenig Deutsch verstehen, übersetzen wir das für euch. Es heißt „Vielen Dank!”.
Vielleicht wollt ihr uns ein klein wenig näher kennen lernen: Ob wir Namen haben, wissen wir nicht. Wir reagieren einfach auf unsere Pfleger, wenn es etwas Fressbares gibt.
Wir wurden in der kurzen Zeit unseres Hierseins schon ganz schön oft besucht. Sogar der Oberbürgermeister hat sich nach uns umgesehen und gemeinsam mit dem Professor ein Dokument unterschrieben, das unser Dasein legitimiert . Aber auch Kinder kommen und staunen über unser Aussehen. Unsere Fellfarbe und die spitze Schnauze erinnern eher an einen Fuchs. Aber mit dem sind wir nicht allzusehr verwandt – nur dass wir beide zu den Hundeartigen zählen, vereint uns. Schaut nur unsere Beine genauer an: unsere sind lang und elegant, die eines Fuchses sind viel kürzer. Weil wir so „hoch” gebaut sind, haben wir einen guten Überblick über das jeweilige Gelände. Noch besser als unsere Höhe sind unsere Ohren. Vom Aussehen her sind sie recht kuschelig, sagen die Leute. Das ist jedoch nicht das Entscheidende. Wir hören alles – auch das leiseste Geräusch. Stellt euch vor, im Gras sausen vielleicht Heuschrecken umher. Diese können unsere Lauscher wahrnehmen. Ist das nicht toll? Wir fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung – es müssen keine Heuschrecken sein, kleine Nagetiere oder Vögel z. B. tun es auch. Hmmm, das schmeckt!
Nun sind wir schon über zwei Monate bei euch. Wir erkunden alles, aber gaaaanz vorsichtig. So nach und nach lernen wir unsere tierischen Nachbarn kennen. Sehr interessant! Durch unser Nachbargehege schreiten ebenfalls sehr hochbeinige Tiere. Sie haben aber kein Fell-, sondern ein Federkleid und weit ausladende Flügel. Dennoch sind sie flugunfähig. Es sind Nandus.
Wir verhalten uns ziemlich leise, obwohl wir recht laut bellen können. Die „richtigen” Wölfe heulen – wir nicht!
So, das waren unsere Januar/Februar-Eindrücke. Wir sind sehr gespannt, wie sich alles weiter entwickelt und freuen uns auf jeden Fall auf euren Besuch. Do widzenia.





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