Artenschutz im Amerika-Tierpark

Von den Hauptaufgaben eines Tiergartens Bildung, Erholungs- mit Erlebniseffekten und Forschung gewinnt der Schutz vom Aussterben bedrohter Tierarten aufgrund von Lebensraumzerstörung, Nahrungsmangel der indigenen Bevölkerung und illegaler Jagd zunehmend an Bedeutung.

Auch kleinere Tierparks sind verpflichtet, sich mit den ihnen gegebenen Möglichkeiten dafür zu engagieren. Zum einen geschieht das über den Aufklärungseffekt bei den Tierparkbesuchern, aber auch über Berichterstattung in den Medien, zum anderen über die Haltung und Vermehrung von Tierarten, deren Populationen in europäischen Erhaltungszuchtprogrammen koordiniert werden. So ist auch der Amerika-Tierpark in verschiedene sogenannte ex-situ-Programme, d. h. die Haltung vom Aussterben bedrohter Tierarten in menschlicher Obhut eingebunden. Gleichzeitig unterstützt der Tierparkförderverein seit 10 Jahren finanziell ein in-situ-Projekt (also in der Natur) für die Gelbbrustkapuziner in Brasilien. Neben dieser hoch bedrohten südamerikanischen Affenart ist der Amerika-Tierpark an ex-situ-Programmen von folgenden in der Natur gefährdeter Tierarten beteiligt: den Darwin-Nandus, den Humboldtpinguinen, den Rotkopfgänsen, den Kleinen Soldatenaras, den Amurleoparden, Mähnenwölfen und Chaco-Pekaris.

Nicht alle Arten können derzeit in Zuchtgruppen gehalten werden, weil aufgrund zu geringer Haltungskapazitäten die Fortpflanzung bei einigen Tierarten eingeschränkt werden muss. So werden im Amerika-Tierpark die Gelbbrustkapuziner, Darwin-Nandus und Mähnenwölfe derzeit in gleichgeschlechtlichen Gruppen gehalten.